Infotafeln am PolarkreisUnd bereits am Tag vor der Überschreitung des Polarkreises war ich am Storforsen, gemäss Reiseführer die mächtigsten Stromschnellen Europas, wovon ich einige Impressionen zeigen möchte.





In der Zwischenzeit bin ich über Jokkmokk, Gällivare/Malmberget und Kiruna weiter nordwärts gefahren. Im Moment stehe ich kurz vor Abisko, wo ich eine Wandertour durch den Nationalpark machen will.
Dan ist bereits vor einer Woche wieder südwärts gefahren, ich muss mich also wieder alleine mit der schwedischen Sprache herumschlagen.
Nach einer längeren Schönwetterphase mit Temperaturen bis zu 30° hat es vor 4 Tagen einen Wetterumsturz gegeben. Dicke Wolken und Regen haben die Temperaturen wieder stark sinken lassen, die Tiefsttemperaturen gehen schon fast gegen den Gefrierpunkt (ich habe 1,7° gemessen).
Seit dieser Schlechtwetterphase fahre ich parallel zur Route eines deutschen Paares, das in einem Land Rover unterwegs ist. Da es in ihrem Fahrzeug ziemlich kalt wird, habe ich Maria und Michael ab und zu klimatisches Asyl in meinem Camper gewährt.
Michael und Maria beim FrühstückDie Wetterprognosen lassen allerdings wieder hoffen. Schon heute Morgen hat sich die Sonne kurz gezeigt, und morgen soll es dann bedeutend besser werden.
Dienstag, 30. Juni 2009
Draisinenfahrt in die Kindheit
In Wikipedia heisst es: „Als Draisine wird ein meist vierrädriges Bahndienstfahrzeug bezeichnet, das mit Hand- oder mit Motorantrieb, als Hilfsfahrzeug zur Inspektion von Eisenbahnstrecken sowie zum Transport von Arbeitern und Werkzeug verwendet wird. Neuerdings werden stillgelegte Bahnstrecken von Kommunen und/oder privaten Unternehmen gepachtet und mit hand- oder pedalgetrieben Draisinen als Freizeitgerät bestückt und für touristische Zwecke genutzt.„
In Arvidsjaur kann man auf einer stillgelegten Bahnlinie Draisinenfahrten unternehmen. Im Tourist-Office erhält man die Schlüssel (mit einem Schraubenschlüssel als Schlüsselanhänger) und einen Helm. Dann fährt man zur Bahnlinie, wo man die Gefährte vorfindet.
Und was für ein Anblick einen da erwartet. Was sind das für lustige Spielzeuge!
Parkierte Draisinen
Und dann geht es los! Das ist wirklich ein Mordsspass. Ich fühle mich wie ein Junge auf dem Dreirad, der gleichzeitig mit der Eisenbahn spielt.

Über jede Schienenverbindung hinweg tönt es wie bei einer echten Eisenbahn, man wähnt sich im wilden Westen.

Ich empfehle jedem, der in Arvidsjaur vorbeikommt, eine Draisinenfahrt zu machen.
Auf der Fahrt nach Arvidsjaur habe ich ein zweites Schweizer Paar besucht, Jürg und Simone. Während einer Auszeit (!) von 13 Monaten ist in Jürg die Idee gereift, etwas Neues mit Huskies zu beginnen. Nun bieten sie schon seit 2 Saisons Abenteuertouren an (siehe www.wildact.ch). Jürg meint, er könne sich gut vorstellen, auch etwas zum Thema Fotografie ins Programm aufzunehmen. Denkbar wären Touren mit dem Schwerpunkt Fotografie, mit nachfolgender Bearbeitung der Resultate. Da ich nur 2 Stunden Zeit habe (ich habe mit Dan in Arvidsjaur abgemacht) bleiben die Pläne noch unkonkret, doch werden wir in Kontakt bleiben und die Pläne weiter schmieden.
In Arvidsjaur kann man auf einer stillgelegten Bahnlinie Draisinenfahrten unternehmen. Im Tourist-Office erhält man die Schlüssel (mit einem Schraubenschlüssel als Schlüsselanhänger) und einen Helm. Dann fährt man zur Bahnlinie, wo man die Gefährte vorfindet.
Und was für ein Anblick einen da erwartet. Was sind das für lustige Spielzeuge!
Parkierte DraisinenUnd dann geht es los! Das ist wirklich ein Mordsspass. Ich fühle mich wie ein Junge auf dem Dreirad, der gleichzeitig mit der Eisenbahn spielt.

Über jede Schienenverbindung hinweg tönt es wie bei einer echten Eisenbahn, man wähnt sich im wilden Westen.

Ich empfehle jedem, der in Arvidsjaur vorbeikommt, eine Draisinenfahrt zu machen.
Auf der Fahrt nach Arvidsjaur habe ich ein zweites Schweizer Paar besucht, Jürg und Simone. Während einer Auszeit (!) von 13 Monaten ist in Jürg die Idee gereift, etwas Neues mit Huskies zu beginnen. Nun bieten sie schon seit 2 Saisons Abenteuertouren an (siehe www.wildact.ch). Jürg meint, er könne sich gut vorstellen, auch etwas zum Thema Fotografie ins Programm aufzunehmen. Denkbar wären Touren mit dem Schwerpunkt Fotografie, mit nachfolgender Bearbeitung der Resultate. Da ich nur 2 Stunden Zeit habe (ich habe mit Dan in Arvidsjaur abgemacht) bleiben die Pläne noch unkonkret, doch werden wir in Kontakt bleiben und die Pläne weiter schmieden.
Kanufahrt um Mitternacht
Die Strasse nach Ammarnäs ist eine Sackgasse. Wir fahren also wieder bei den Schweizern vorbei, die wir schon auf dem Hinweg besucht haben. (Ein deutsches Paar, das ich auf einem Übernachtungsplatz etwas nördlich von Östersund getroffen habe, hatte eine Jacke bei den Schweizern in der Nähe von Sorsele vergessen. Da dies auf meinem Weg lag, habe ich versprochen, die Jacke zu holen, und sie auf meinem Weg in die Schweiz in Deutschland abzuliefern – Geschichten, die das Leben schreibt.)
Beim zweiten Besuch also wollen wir uns ein Kanu ausleihen, um eine Flussfahrt machen zu können. Es war zeitlich nicht so geplant, aber der Gang der Dinge hat so entschieden, dass es eine Nachtfahrt werden sollte. Wobei Nacht eigentlich nicht das richtige Wort ist, da es ja nicht dunkel wird.
Abfahrbereit um 21.30 Uhr




Um 0.45 Uhr steigen wir am Zielort aus dem Fluss. Eigentlich hätte es auf dem Fluss keine Mücken haben sollen, doch offenbar gibt es Ausnahmen. Wir sind auf jeden Fall froh um das Antibrumm forte.
Matthias und Barblina, das Schweizer Paar mit 3 kleinen Kindern, ist seit etwas mehr als einem Jahr daran, hier in Nordschweden eine Existenz auf- und auszubauen.
Anwesen von Matthias und Barblina
Als wir das Kanu und die Ausrüstung zurückbringen, ist der Bagger daran, die Fundamente für die 2 neuen Gästehäuser auszuheben.

Matthias zeigt uns das Anwesen, die Häuser, die Huskies, das Material. Dies alles und das Abenteuer-Angebot ist zu finden unter www.erlebnis-wildnis.com.
Matthias findet, ich könne doch einmal im Winter kommen, um für sie zu fotografieren. Für ihn sei es schwierig, eine Tour zu führen und gleichzeitig zu fotografieren. Obwohl ich bis jetzt eigentlich nicht viel von Kälte und Winter gehalten habe, werde ich kommen. Denn einerseits reizen mich die fotografischen Möglichkeiten und Herausforderungen. Andererseits bewundere ich Leute wie Matthias und Barblina, die einen solchen Riesenschritt machen, um ihre Träume zu realisieren.
Beim zweiten Besuch also wollen wir uns ein Kanu ausleihen, um eine Flussfahrt machen zu können. Es war zeitlich nicht so geplant, aber der Gang der Dinge hat so entschieden, dass es eine Nachtfahrt werden sollte. Wobei Nacht eigentlich nicht das richtige Wort ist, da es ja nicht dunkel wird.
Abfahrbereit um 21.30 Uhr



Um 0.45 Uhr steigen wir am Zielort aus dem Fluss. Eigentlich hätte es auf dem Fluss keine Mücken haben sollen, doch offenbar gibt es Ausnahmen. Wir sind auf jeden Fall froh um das Antibrumm forte.
Matthias und Barblina, das Schweizer Paar mit 3 kleinen Kindern, ist seit etwas mehr als einem Jahr daran, hier in Nordschweden eine Existenz auf- und auszubauen.
Anwesen von Matthias und BarblinaAls wir das Kanu und die Ausrüstung zurückbringen, ist der Bagger daran, die Fundamente für die 2 neuen Gästehäuser auszuheben.

Matthias zeigt uns das Anwesen, die Häuser, die Huskies, das Material. Dies alles und das Abenteuer-Angebot ist zu finden unter www.erlebnis-wildnis.com.
Matthias findet, ich könne doch einmal im Winter kommen, um für sie zu fotografieren. Für ihn sei es schwierig, eine Tour zu führen und gleichzeitig zu fotografieren. Obwohl ich bis jetzt eigentlich nicht viel von Kälte und Winter gehalten habe, werde ich kommen. Denn einerseits reizen mich die fotografischen Möglichkeiten und Herausforderungen. Andererseits bewundere ich Leute wie Matthias und Barblina, die einen solchen Riesenschritt machen, um ihre Träume zu realisieren.
Ammarnäs
Ammarnäs liegt am bekanntesten schwedischen Fernwanderweg „Kungsleden“, der Abisko mit Hemavan über 500km durch die Bergwelt verbindet. Der Kungsleden ist sogar auf der 900‘000er Karte eingezeichnet.
Da Dan, mein schwedischer Begleiter, ein erfahrener Berggänger ist, gehen wir 2 Tage in die Höhe (zur Übernachtung kehren wir zu unserem Basislager auf Höhe der Waldgrenze zurück).

Am zweiten Tag tragen wir unsere ganze Fotoausrüstung mit, inkl. langem Tele, um Tiere zu fotografieren.
Dan voll bepackt
Ausser Vögeln lassen sich aber weit und breit keine Tiere blicken. Mein Sohn Fabian, mein Vogelspezialist, meint immerhin, dass das Foto der Spornammer im Prachtkleid nicht ganz alltäglich ist.
Spornammer im Prachtkleid
In Ammarnäs selber gibt es einen Vogelturm, von dem man einen Überblick über die Seenlandschaft hat. Bei der Anfahrt zum Turm kreuzen 3 Elche kurz vor uns die Strasse. Die 2 vorderen fliehen Richtung Vogelturm, wobei der kleinere beim Überspringen eines Zauns mit den Hinterbeinen hängen bleibt und stürzt. Er rappelt sich auf und läuft leicht hinkend weiter. Der 3. Elch macht rechtsumkehrt und läuft wieder in den Wald hinein.
Beim Vogelturm treffen wir wieder auf die zwei. Sie geraten ab unserer zweiten Begegnung offenbar so in Panik, dass sie Richtung See stürmen,
Schäumend auf der Flucht
und das ca. 1m tiefe Wasser richtiggehend durchpflügen. In ca. 200m Entfernung tönt das Ganze wie ein Wasserfall, da muss eine unheimliche Kraft dahinter stecken.
Im brusttiefen Wasser
Doch dieses Bad hat die Panik noch nicht abkühlen können. Kaum aus dem Wasser,
Ausstieg aus dem ersten See
geht es weiter in den nächsten See, bei dem nun Schwimmen angesagt ist. Dort verlieren wir sie dann aus den Augen.
Im tiefen See
Nach diesem erstaunlichen Schauspiel (Dan meint, so etwas habe er noch nie gesehen), wenden wir uns den Vögeln zu.
Beobachtung mit dem grossen Teleobjektiv
Doch wir sind so weit von den Vögeln entfernt, dass nicht einmal das 500er Tele mit 1,4fachem Telekonverter reicht (ergibt eine Brennweite von 1120mm). Immerhin gibt es aber schöne Landschaftsbilder und Aufnahmen der Mückenschwärme.
Junge Birken
Mücken können eine Plage sein
Da Dan, mein schwedischer Begleiter, ein erfahrener Berggänger ist, gehen wir 2 Tage in die Höhe (zur Übernachtung kehren wir zu unserem Basislager auf Höhe der Waldgrenze zurück).

Am zweiten Tag tragen wir unsere ganze Fotoausrüstung mit, inkl. langem Tele, um Tiere zu fotografieren.
Dan voll bepacktAusser Vögeln lassen sich aber weit und breit keine Tiere blicken. Mein Sohn Fabian, mein Vogelspezialist, meint immerhin, dass das Foto der Spornammer im Prachtkleid nicht ganz alltäglich ist.
Spornammer im PrachtkleidIn Ammarnäs selber gibt es einen Vogelturm, von dem man einen Überblick über die Seenlandschaft hat. Bei der Anfahrt zum Turm kreuzen 3 Elche kurz vor uns die Strasse. Die 2 vorderen fliehen Richtung Vogelturm, wobei der kleinere beim Überspringen eines Zauns mit den Hinterbeinen hängen bleibt und stürzt. Er rappelt sich auf und läuft leicht hinkend weiter. Der 3. Elch macht rechtsumkehrt und läuft wieder in den Wald hinein.
Beim Vogelturm treffen wir wieder auf die zwei. Sie geraten ab unserer zweiten Begegnung offenbar so in Panik, dass sie Richtung See stürmen,
Schäumend auf der Fluchtund das ca. 1m tiefe Wasser richtiggehend durchpflügen. In ca. 200m Entfernung tönt das Ganze wie ein Wasserfall, da muss eine unheimliche Kraft dahinter stecken.
Im brusttiefen WasserDoch dieses Bad hat die Panik noch nicht abkühlen können. Kaum aus dem Wasser,
Ausstieg aus dem ersten Seegeht es weiter in den nächsten See, bei dem nun Schwimmen angesagt ist. Dort verlieren wir sie dann aus den Augen.
Im tiefen SeeNach diesem erstaunlichen Schauspiel (Dan meint, so etwas habe er noch nie gesehen), wenden wir uns den Vögeln zu.
Beobachtung mit dem grossen TeleobjektivDoch wir sind so weit von den Vögeln entfernt, dass nicht einmal das 500er Tele mit 1,4fachem Telekonverter reicht (ergibt eine Brennweite von 1120mm). Immerhin gibt es aber schöne Landschaftsbilder und Aufnahmen der Mückenschwärme.
Junge Birken
Mücken können eine Plage sein
Mitternachtssonne
Eigentlich sollte man die Mitternachtssonne erst ab dem Polarkreis sehen. So dachte ich jedenfalls. Die 7 Bilder, die ich zu einem einzigen Bild kombiniert habe (leider habe ich nicht immer die gleichen Zeitabstände zwischen den Fotos gewählt) sind in der Nacht vom 21. auf den 22. Juni zwischen 0.17 und 1.52 Uhr entstanden und zeigen, dass auch hier, auf einer nördlichen Breite von 65°40' (fast 1° südlich des Polarkreises), die Sonne nicht ganz untergeht.

Folgendes Bild, um 0.27Uhr aufgenommen, zeigt, dass man bei diesem Licht sogar noch aus freier Hand fotografieren kann.

Folgendes Bild, um 0.27Uhr aufgenommen, zeigt, dass man bei diesem Licht sogar noch aus freier Hand fotografieren kann.
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