Storuman, Vilhelmina, Dorotea, Strömsund, Östersund, Sveg, Mora, Törsby – alles vorbei. 970 Kilometer bin ich seit Sorsele schon gefahren, ich bin wieder südlich des 60. Breitengrades. In Kürze werde ich Schweden verlassen.
Im Hinblick auf das Verlassen von Schweden denke ich ab und zu auf Spanisch: Soy sueco. Wobei ich die zweite Bedeutung meine.
Mein nächstes Ziel ist der 2. Oktober, 9.06 Uhr. Dann muss ich auf dem Perron in Hamburg stehen. Denn dann wird Esther hier eintreffen. Damit wir die letzte Etappe zurück in die Schweiz gemeinsam zurücklegen können. Ich freue mich darauf.
Sonntag, 27. September 2009
Freitag, 25. September 2009
Hej då, Lappland
Ich habe Lappland verlassen. Und dabei werde ich emotional. Beim Verlassen von Sorsele, auf dem Inlandsvägen, „meiner“ E45, kommen mir die Tränen. Tränen der Freude für die gute Zeit, die ich hier erlebt habe, Tränen der Trauer, dass ich dies nun hinter mir lasse. Ich bereue keine Sekunde der Zeit, die ich hier verbracht habe.
Auf der E45 südlich von Sorsele
Einen speziellen Dank möchte ich Matthias und Barblina aussprechen, bei denen ich die letzten zweieinhalb Wochen verbracht habe. Ich habe selten so offene Menschen erlebt, bei denen ich mich nach so kurzer Zeit zu Hause gefühlt habe. Tack så mycket. Ich hoffe, dass Euer Projekt Erlebnis-Wildnis zum vollen Erfolg wird.
Und Matthias: An Dir hat mich nicht nur die positive Einstellung gefreut, besonders beeindruckt hat mich Deine Grosszügigkeit. Du warst immer besorgt, dass es allen möglichst gut geht, hast nie nur auf Deinen eigenen Vorteil geschaut. Hast immer alles hergegeben, wenn es gut für die Situation war. Ich hoffe, mir ein Stück dieser Eigenschaft abschneiden zu können.
Glücklicherweise habe ich ein Papier in der Hand, das mir verspricht, wieder hierher zurückkommen zu können.
Gutschein
Auf der E45 südlich von SorseleEinen speziellen Dank möchte ich Matthias und Barblina aussprechen, bei denen ich die letzten zweieinhalb Wochen verbracht habe. Ich habe selten so offene Menschen erlebt, bei denen ich mich nach so kurzer Zeit zu Hause gefühlt habe. Tack så mycket. Ich hoffe, dass Euer Projekt Erlebnis-Wildnis zum vollen Erfolg wird.
Und Matthias: An Dir hat mich nicht nur die positive Einstellung gefreut, besonders beeindruckt hat mich Deine Grosszügigkeit. Du warst immer besorgt, dass es allen möglichst gut geht, hast nie nur auf Deinen eigenen Vorteil geschaut. Hast immer alles hergegeben, wenn es gut für die Situation war. Ich hoffe, mir ein Stück dieser Eigenschaft abschneiden zu können.
Glücklicherweise habe ich ein Papier in der Hand, das mir verspricht, wieder hierher zurückkommen zu können.
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Montag, 21. September 2009
Rentierschlachtung
Im Herbst treiben die Sami ihre Rentiere zusammen, um einen Teil der Herde zu schlachten. Das Fleisch wird zu einem grossen Teil zum Eigenbedarf, zu einem kleinen Teil für den Verkauf verwendet.
In der Nähe von Ammarnäs haben wir uns eine Rentierschlachtung angesehen. Natürlich bin ich mit etwas gemischten Gefühlen da hingefahren. Doch das Ganze hat sich nicht als Schlachterei, sondern als ruhiger, geordneter Vorgang dargestellt, der zum Jahresablauf der Sami gehört.
Die weit verstreuten Rentiere werden mit Motorrädern, Quads und kleinen Helikoptern zusammengetrieben. Da nur Böcke geschlachtet werden sollen (Kühe und Jungtiere werden verschont), versucht man, vor allem diese hierher zu bringen. Am Schlachttag sind hier somit ca. 5000-6000 Rentiere versammelt, etwa die Hälfte der Herden der hier ansässigen Samen.
Die Umgebung ist voller Rentiere
In Einheiten von ein paar hundert Tieren werden die Rentiere in einen runden Pferch getrieben.

Im Pferch laufen die Tiere im Kreis herum, man spürt eine gewisse Nervosität, es ist ein Grollen wie von einem Erdbeben zu hören.



Mit Lassos bewehrt mischen sich die Sami unter die Rentiere.

Sichtung und Auswahl der Tiere
Die zu schlachtenden Tiere werden mit dem Lasso eingefangen…


… und zum Schlachtplatz gebracht.

Nach dem Töten werden sie zum Ausbluten hingelegt.


Das Blut wird in Kübeln gesammelt, um später zu Blutpudding verarbeitet zu werden.
Sammeln des Blutes

Das Blut muss bis zum Erkalten gerührt werden, damit es nicht gerinnt
Danach werden die Tiere an die Orte gezogen, an denen sie gehäutet und ausgenommen werden.


Es wird (fast) alles verwertet…
Fleisch
Felle

Geweihe
Die Eingeweide werden zentral gesammelt (ich habe nicht nachgefragt, was damit gemacht wird).

Das alles sieht zwar vielleicht brutal aus, aber insbesondere als Fleischesser müssen wir uns klar sein, dass dies zum Kreislauf gehört. Und ich habe es wirklich als gesittet und respektvoll erlebt.
In der Nähe von Ammarnäs haben wir uns eine Rentierschlachtung angesehen. Natürlich bin ich mit etwas gemischten Gefühlen da hingefahren. Doch das Ganze hat sich nicht als Schlachterei, sondern als ruhiger, geordneter Vorgang dargestellt, der zum Jahresablauf der Sami gehört.
Die weit verstreuten Rentiere werden mit Motorrädern, Quads und kleinen Helikoptern zusammengetrieben. Da nur Böcke geschlachtet werden sollen (Kühe und Jungtiere werden verschont), versucht man, vor allem diese hierher zu bringen. Am Schlachttag sind hier somit ca. 5000-6000 Rentiere versammelt, etwa die Hälfte der Herden der hier ansässigen Samen.
Die Umgebung ist voller RentiereIn Einheiten von ein paar hundert Tieren werden die Rentiere in einen runden Pferch getrieben.

Im Pferch laufen die Tiere im Kreis herum, man spürt eine gewisse Nervosität, es ist ein Grollen wie von einem Erdbeben zu hören.



Mit Lassos bewehrt mischen sich die Sami unter die Rentiere.

Sichtung und Auswahl der Tiere
Die zu schlachtenden Tiere werden mit dem Lasso eingefangen…


… und zum Schlachtplatz gebracht.

Nach dem Töten werden sie zum Ausbluten hingelegt.


Das Blut wird in Kübeln gesammelt, um später zu Blutpudding verarbeitet zu werden.
Sammeln des Blutes
Das Blut muss bis zum Erkalten gerührt werden, damit es nicht gerinnt
Danach werden die Tiere an die Orte gezogen, an denen sie gehäutet und ausgenommen werden.


Es wird (fast) alles verwertet…
Fleisch
Felle
Geweihe
Die Eingeweide werden zentral gesammelt (ich habe nicht nachgefragt, was damit gemacht wird).

Das alles sieht zwar vielleicht brutal aus, aber insbesondere als Fleischesser müssen wir uns klar sein, dass dies zum Kreislauf gehört. Und ich habe es wirklich als gesittet und respektvoll erlebt.
Samstag, 19. September 2009
Hundegeburt
An einem Abend, kurz vor dem Abendessen, beginnt Akpa, die trächtige Hündin, ihre Jungen zur Welt zu bringen.
Das erste, erst wenige Minuten alt
Es beginnt sofort zu trinken
Auch eine halbe Stunde später hat es noch ungeteilte Aufmerksamkeit …
… und erkundet die Umgebung
Doch eine Stunde nach dem ersten kommt das zweite
Und auch dieses findet zielsicher die Tankstelle
Auch zu zweit geht es wunderbar
In der Zwischenzeit ist es nach 19 Uhr, zu dunkel, um zu fotografieren, ohne die junge Hundefamilie zu stören.
Am späteren Abend kommt noch ein drittes Junges zur Welt. Am frühen Morgen sind es dann 5, und um 9.30 Uhr sieht es folgendermassen aus:
Es ist eng geworden
Bei genauem Hinsehen wird klar – nun sind es 7
Barblina und Matthias umsorgen die Kleinen
Zum wägen der Jungen muss Akpa aus dem Zwinger gebracht werden, denn sie wehrt sich heftig, wenn man versucht, ihr ein Junges wegzunehmen. Während der ganzen Zeit geht sie bellend und jaulend um den Zwinger herum.
Die Jungen sind alle zwischen 580 und 640 Gramm schwer.
Eine Hand voll Hund
Die Präsentation der Jungen
Als Akpa zu ihren Jungen zurück kann, zeigt sie, dass sie so eine Trennung nicht mehr dulden wird.
In aufmerksamer Verteidigungsstellung
Das erste, erst wenige Minuten alt
Es beginnt sofort zu trinken
Auch eine halbe Stunde später hat es noch ungeteilte Aufmerksamkeit …
… und erkundet die Umgebung
Doch eine Stunde nach dem ersten kommt das zweite
Und auch dieses findet zielsicher die Tankstelle
Auch zu zweit geht es wunderbarIn der Zwischenzeit ist es nach 19 Uhr, zu dunkel, um zu fotografieren, ohne die junge Hundefamilie zu stören.
Am späteren Abend kommt noch ein drittes Junges zur Welt. Am frühen Morgen sind es dann 5, und um 9.30 Uhr sieht es folgendermassen aus:
Es ist eng geworden
Bei genauem Hinsehen wird klar – nun sind es 7
Barblina und Matthias umsorgen die KleinenZum wägen der Jungen muss Akpa aus dem Zwinger gebracht werden, denn sie wehrt sich heftig, wenn man versucht, ihr ein Junges wegzunehmen. Während der ganzen Zeit geht sie bellend und jaulend um den Zwinger herum.
Die Jungen sind alle zwischen 580 und 640 Gramm schwer.
Eine Hand voll Hund
Die Präsentation der JungenAls Akpa zu ihren Jungen zurück kann, zeigt sie, dass sie so eine Trennung nicht mehr dulden wird.
In aufmerksamer Verteidigungsstellung
Freitag, 18. September 2009
Wanderung
Natürlich sind wir hier nicht immer nur am Häuser bauen. Einen der sonnigen und warmen Tage haben wir zum Beispiel für eine Wanderung in einem nahe gelegenen Naturreservat genutzt. Es war so angenehm warm, dass ich den ganzen Tag im T-Shirt unterwegs war.
In den letzten Tagen haben sich die Birken herbstlich gelb verfärbt, so dass sie zusammen mit dem Wasser und dem Himmel eine wunderbare Farbkombination ergeben.
Hängebrücke als Zugang zum Naturreservat
In völliger Abgeschiedenheit haben hier zwischen 1892 und 1963 Leute gewohnt
Rast auf der sonnenbeschienenen Treppe eines der restaurierten Häuser
Unser Schwede ist glücklich, in der Natur zu sein
Sinnieren über einem geknickten Baum

Aus diesen Geschwüren an Birkenstämmen werden schöne Trinkgefässe und Messergriffe gemacht
Mehr Natur geht nicht
Wunderbare Farbkombination
Auch der Himmel bietet einen schönen Hintergrund
Am Zusammenfluss zweier Flüsse
Die Wolken wollen das Bild vollenden
Und bei all dem sind wir während des ganzen Tages keiner Menschenseele begegnet.
In den letzten Tagen haben sich die Birken herbstlich gelb verfärbt, so dass sie zusammen mit dem Wasser und dem Himmel eine wunderbare Farbkombination ergeben.
Hängebrücke als Zugang zum Naturreservat
In völliger Abgeschiedenheit haben hier zwischen 1892 und 1963 Leute gewohnt
Rast auf der sonnenbeschienenen Treppe eines der restaurierten Häuser
Unser Schwede ist glücklich, in der Natur zu sein
Sinnieren über einem geknickten Baum
Aus diesen Geschwüren an Birkenstämmen werden schöne Trinkgefässe und Messergriffe gemacht
Mehr Natur geht nicht
Wunderbare Farbkombination
Auch der Himmel bietet einen schönen Hintergrund
Am Zusammenfluss zweier Flüsse
Die Wolken wollen das Bild vollendenUnd bei all dem sind wir während des ganzen Tages keiner Menschenseele begegnet.
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