Sonntag, 9. August 2009

Vollmond

Fast 2 Monate lang habe ich keine richtige Dunkelheit mehr erlebt. 3 Mal habe ich die Mitternachtssonne fotografiert. Doch diese Zeit geht nun zu Ende. Es wird zwar noch nicht richtig Nacht, doch die Sonne taucht schon so weit unter den Horizont, dass man um Mitternacht eine Lampe brauchen kann.
Bis vor kurzem hat sich mir nur die Sonne als Himmelskörper gezeigt. Doch am Mittwoch Abend hat der Mond ein majestätisches Comeback gegeben.
Der Mond meldet sich zurück

Möwenkolonie

Obwohl wir in der Zwischenzeit schon einige Kilometer davon entfernt sind, möchte ich einen kurzen Nachtrag zu Möwen auf den Lofoten machen. Möwen brüten oft in Felsen ganz nahe an der Strasse und lassen sich durch fotografierende Menschen nicht stören. Man kann sie darum gut beobachten und interessante (fast schon menschliche) Szenen miterleben.
In Möwenkolonien ist es unheimlich laut. Um gehört zu werden, muss man sich die Seele aus dem Leib schreien.
Lauter geht nicht

Manche Möwen schreien so intensiv, dass ihnen davon richtig übel wird.

Da wird einem richtig schlecht


Des einen Freud, des anderen Leid. Ein allzu intensiv vorgetragener Liebesgesang kann den Nachbarn auf die Palme bringen.
Reklamation des Nachbarn

Auch unschöne Eheszenen spielen sich ab.
Ehemann zu Hause nicht willkommen

Und schliesslich gibt es auch wirklich unanständige Möwen.
Exhibitionist entblösst sich

Dienstag, 4. August 2009

Vögel

Ich beginne zu begreifen, warum sich viele Leute für Vögel interessieren. Ich habe in Skandinavien zwar auch schon Elche, Rentiere, Biber, Robben, einen Fischotter, eine Kreuzotter und ein Mauswiesel gesehen. Doch das sind immer Ausnahmen. Vögel sieht man hingegen fast überall. Und mit ein bisschen Geduld und Glück lassen sich interessante Fotos machen. Besonders spannend sind Vögel auf der Jagd oder mit der Beute.

Am eindrucksvollsten ist sicher der Seeadler mit seiner Spannweite von 2,5 Metern.




Aber auch kleinere Vögel machen Beute.
Möwe mit Fisch

Möwe mit Krebs

Küstenseeschwalbe mit Fisch

Papageientaucher, hält bis zu 20 Fische in seinem Schnabel

Und ab und zu sieht man gut getarnte Vögel einfach da sitzen.


Sumpfohreule

Ich habe jedenfalls beschlossen, die Vögel besser kennen zu lernen.

Vesterålen und Lofoten

Der Anfang der 10 Tage, die wie hier verbracht haben, hat uns kein Badewetter beschert.
Esther am Strand

Doch dann ist ein Wetterumschwung gekommen, T-Shirt und kurze Hosen waren angesagt, sogar wenn sich die Sonne einmal hinter den Wolken versteckt hat.
Dem Golfstrom haben diese Inseln jenseits des Polarkreises zu verdanken, dass das Klima hier nicht viel rauer ist als in Zürich. Auch die Landschaft erinnert oft an die Schweizer Voralpen.

Voralpenlandschaft

Am Vierwaldstättersee?

Auf der Fähre von den Vesterålen zu den Lofoten

Neben dem Tourismus ist Fisch hier die einzige Einnahmequelle. Früher kamen viele Fischer nur von Februar bis April hierher, denn in dieser Zeit ziehen grosse Fischzüge an den Inseln vorbei. Als Unterkünfte bauten sich diese Fischer Häuser, die auf Stelzen halb im Wasser standen, damit sie direkt mit dem Schiff angefahren werden konnten. Diese Rorbuer genannten Häuser prägen das Bild der Dörfer.

Im Dorf Å am Südende der Lofoten

Å

Å ist gut für Touristen eingerichtet

Reine in klassischer Lofoten-Landschaft

Stockfisch ist eine Spezialität der Lofoten. 2 Fische werden jeweils am Schwanz zusammen gebunden und für ca. 3 Monate auf Gestellen getrocknet.

Der Himmel hängt voller Fische

Stockfischgestell

Stock- und Salzfisch an einem Rorbuer


Stockfisch als Glücksbringer an der Haustüre



Fischkutter


In der Zwischenzeit haben wir die Lofoten verlassen. Diese Zeilen schreibe ich bei herrlichem Wetter an einem wunderbaren kleinen See zwischen Abisko und Kiruna in Nordschweden.

Samstag, 25. Juli 2009

Mitternachtssonne auf den Vesterålen

Endlich haben am 22.7. die Wolken den Himmel Richtung Norden freigegeben, so dass wir die Mitternachtssonne noch einmal richtig sehen konnten. Dieses Mal habe ich den Fotoapparat auch auf das Stativ montiert und zwischen 24.00 und 2.30 alle 10 Minuten ein Foto gemacht (Tiefststand ist zwischen 1 und 1.15).
Mitternachtssonne auf dem Berg Kjentmann (Vesterålen)

Um sich die Zeit zu vertreiben, hat Esther in dieser Zeit 2 Steinmannli (grösseres ca. 1m hoch) und ein weiteres Steinkunstwerk geschaffen.
Steinmannli

Stehende Steine